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VDN AG beabsichtigt Umwandlung der Industrieanleihe der
Deutsche Nickel AG sowie Umwandlung der Bankkredite
• Für langfristige Sanierung hinreichend Eigenkapital schaffen
• Anleihegläubiger sollen handelbares Finanzinstrument erhalten
• Weitere Versammlung der Anleihegläubiger
Düsseldorf/Schwerte, den 22. Juli 2004 Die VDN Vereinigte Deutsche Nickelwerke AG
plant die Umwandlung der Industrieanleihe1999/2006 ihrer 100prozentigen
Tochtergesellschaft Deutsche Nickel AG mit Sitz in Schwerte. Im Zuge der
Restrukturierung der VDN-Gruppe mit ihren rund 3.500 Beschäftigten sollen auch die
Bankkredite in Kapital umgewandelt werden. Die Restrukturierung der in Schwierigkeiten
geratenen Gruppe wird von der Kölner Unternehmensberatung Ziems & Partner
durchgeführt.
Dominik Müser, Generalbevollmächtigter der VDN AG und Partner bei Ziems & Partner,
erklärt die Maßnahme: ,,Die VDN AG musste Ende Mai die bilanzielle Überschuldung
bekannt geben. Diese haben wir zunächst durch einen qualifizierten Rangrücktritt
unserer Geschäftsbanken auf Ebene der VDN AG beseitigt. Seitdem arbeiten wir an
einem Konzept zur langfristigen bilanziellen Sanierung des VDN-Konzerns. Wir wollen
nun mit diesem Vorschlag der Umwandlung der Industrieanleihe der Deutsche Nickel AG
und der Umwandlung der Bankkredite hinreichend Eigenkapital schaffen. Neben dieser
bilanziellen Sanierung hat natürlich auch die operative Restrukturierung der
Geschäftsbereiche hohe Priorität."
,,Mit dem qualifiziertem Rangrücktritt unserer Banken Mitte Juni haben wir die
Überschuldung der VDN vorläufig beseitigt", sagt Dr. Hans Peter Döhmen, Vorstand der
VDN AG. ,,In eine nachhaltige Sanierung müssen nun allerdings die Gläubiger auf allen
Ebenen der VDN-Gruppe einbezogen werden. Dazu gehören neben den Banken auch
nochmals die Anleihegläubiger, die ja bereits Mitte Mai einem Sanierungszinssatz
zugestimmt hatten."
Die im Jahr 1999 ausgereichte Industrieanleihe der Deutsche Nickel AG in Höhe von
120 Millionen Euro, deren Wert heute noch nominal 104 Millionen Euro beträgt, sollen
die Anleihegläubiger im Rahmen der finanziellen Restrukturierung gegen neue Null-
Kupon-Schuldverschreibungen tauschen, die von der VDN AG begeben werden und mit
Anteilen der Deutsche Nickel AG besichert sind. Diese Anteile der Deutsche Nickel AG
liegen zurzeit zu 100% bei der VDN AG und wurden bislang nicht gehandelt. Die
Anleihegläubiger halten statt der Anleihe dann Forderungen als handelbare
Finanzinstrumente gegen die VDN AG, deren wirtschaftlicher Gegenwert dem Wert der
dann operativ und finanziell restrukturierten Deutsche Nickel AG entspricht.
Auf einer Versammlung der Anleihegläubiger am 12. August 2004 bei der Deutsche
Nickel AG in Schwerte soll die Grundlage für die Umwandlung der Industrieanleihe
gelegt werden: Der Zinssatz der Anleihe soll auf 0% reduziert und die Laufzeit der
Anleihe vom 31.12.2006 auf den 10. August 2007 verlängert werden. Darüber hinaus
sollen die Anleihegläubiger der Deutsche Nickel AG die seit dem letzten
Zinsauszahlungstermin entstandenen Zinsen bis zum 10. August 2007 zinslos stunden.
Diese Maßnahme ist notwendig, um die Zahlungsfähigkeit der Deutsche Nickel AG zu
gewährleisten. Wird das Ziel verfehlt, droht den Anleihegläubigern der Totalverlust ihrer
Anlage. Mit der jetzt geplanten Umwandlung der Anleihe kann zum einen der
wirtschaftliche Wert der VDN-Gruppe erhalten werden. Zum anderen kann ein
angemessener Teil der Kapitalanlage der Anleihegläubiger gerettet werden.
Mit der Zustimmung der Anleihegläubiger wäre nach Auffassung des
Sanierungsmanagements die monatelange Unsicherheit beseitigt: Nach einer
Gewinnwarnung im Dezember 2003 waren bis Ostern 2004 ein Konsortialdarlehen und
eine Standstillvereinbarung mit den Geschäftsbanken vereinbart worden. Nach der
Zustimmung der Anleihegläubiger zu dem Restrukturierungskonzept, in dessen Rahmen
der Zinsfuß der Anleihe für das Jahr 2004 von 7,125% auf 3,201% reduziert und die
Laufzeit der Anleihe vom 30. August 2006 auf den 31. Dezember verlängert wurde, war
der erste Schritt der operativen Restrukturierung der VDN-Gruppe erst einmal gesichert.
Doch im Zuge der Sanierung der Bilanz als zweiten Schritt hatte die VDN AG zunächst
die hälftige Aufzehrung des Grundkapitals, nach weiterer Prüfung Ende Mai die
Aufzehrung des Grundkapitals festgestellt. Diese bilanzielle Überschuldung konnte Mitte
Juni durch einen qualifizierten Rangrücktritt der Geschäftsbanken abgewendet werden.
Die VDN hat dazu die Aktionäre der VDN AG zu einer außerordentlichen
Hauptversammlung eingeladen. Sie findet am 18. August 2004, eine Woche nach der
Versammlung der Anleihegläubiger, in Düsseldorf statt.
Die VDN AG ist eine Finanzholding, die vier Geschäftsbereiche - Fastening Systems,
Nonferrous Metal Technology, Payment Systems und Home Decoration führt. Diese
Bereiche nehmen in ihren Märkten führende Positionen ein und sind weltweit tätig. Zum
VDN Konzern gehört darüber hinaus noch der Bereich Other Investments, der
insbesondere die Wohnungsbau- und Immobilienaktivitäten der RI Holding GmbH
umfasst. Die VDN-Gruppe beschäftigt knapp 3.500 Beschäftigte und erwirtschaftete in
den vergangenen Jahren einen Umsatz von jeweils rund 700 Millionen Euro.
Medienkontakt
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Herrn Thomas Schulz
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