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VDN AG: Erste Pressekonferenz der "neuen" VDN AG - Aktuelles KGV unter 4 -
Vorstand muss das unternehmerische Konzept dem Kapitalmarkt vermitteln

Quelle: Nebenwerte-Journal 04.07.2002


Die "neue" VDN AG ist Anfang des Jahres entstanden aus der Verschmelzung der DOAG Holding AG
und der VDN Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG (alt) auf die ehemalige LPW Langbein-Pfanhauser
Werke AG. Die Einzelheiten und die Umtauschverhältnisse haben wir ausführlich in NJ 2/02 dargelegt.

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Ausrichtung auf 15 % Kapitalrendite
Unabhängig von den noch zu vollziehenden Börsentransaktionen stellten der Vorstandssprecher Dr.
Wolfgang Knop und sein Kollege Günter Franke am 27. Mai 2002 in Düsseldorf den Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2001 der Presse vor und erläuterten die Pläne des Konzerns, der sich auf vier
Geschäftsbereiche konzentriert, die untereinander keine Verbindung anstreben. Die Obergesellschaft
VDN versteht sich als "Strategie- und Führungsholding sowie als Bindeglied der Gesamtgruppe zum
Kapitalmarkt." Einheitliches Merkmal aller Konzernbereiche ist die Forderung nach einer Kapitalrendite
von 15 %, die von zwei der vier Geschäftsfelder erfüllt wurde. Kann diese Vorgabe langfristig nicht erreicht
werden, ergibt sich als Konsequenz die Trennung. Zur Veräußerung bestimmt sind auch alle Randaktivi-
täten, die in die neue Gruppe überführt worden sind. Die im Geschäftsfeld Geschenkartikel tätige
Burmeister & Thelen GmbH ist Ende Mai verkauft worden.

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Vier "Business Units"
Die VDN hat sich, offenbar auch im Hinblick auf den Kapitalmarkt mit den mittelfristigen und langfristigen
Zielen SDAX und MDAX international aufgestellt. ... Die Beteiligungsunternehmen sind in ihren jeweiligen
Märkten führend oder gehören zu den Marktführern. ...

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Unterschiedliche Spartenergebnisse
... Das EBIT von € 77,7 (67,3) Mio. verteilt sich mit 22 % (Metall), 31 % (Payment), 41 % (Home)
und 6 % (Fastening) auf die einzelnen Bereiche. Payment und Home haben die angestrebte
Kapitalrendite von 15 % übertroffen; insgesamt konnten 15,2 % erreicht werden. ... Bei einem
Jahresüberschuss von € 22,3 (26,9) Mio. wird ein DVFA-Ergebnis je Aktie von € 4,34 (4,39) aus-
gewiesen, das um die Restrukturierungsaufwendungen bereinigt ist. ...

Höhere EK-Quote angestrebt
... Trotz eines Kursanstiegs um 23 % seit Jahresanfang sieht der Vorstand bei einem KGV von
weniger als 4 und einer Dividendenrendite von 4,9 % eine deutliche Unterbewertung der VDN-Aktie
und will sich bemühen, durch eine intensive IR-Arbeit, Umstellung der Rechnungslegung auf IAS,
Aufnahme in den SDAX ab 2003 und transparente Darstellung der Bereiche die vermehrte Aufmerk-
samkeit der Financial Community zu erlangen. Die Ziele können natürlich nur erreicht werden,
wenn auch der Unternehmenswert gesteigert und die angepeilte Kapitalrendite von mindestens
15 % erreicht werden kann. ...

Unser Fazit
Im laufenden Jahr soll bei der VDN AG durch optimierte Kostenstrukturen und eine reduzierte
Kapitalbindung das Ergebnis nachhaltig verbessert werden. Der Aufwand für die Verschmelzung und
Übernahmen ist bereits im Abschluss 2001 enthalten. Sollte im laufenden Jahr der Gewinn wieder
gesteigert werden können, würde sich das niedrige KGV noch mehr ermäßigen. Entscheidend ist
aber auch, dass die EK-Quote erhöht und die Verschuldung abgebaut werden kann. Sollten alle
ambitionierten Ziele umgesetzt werden, wobei die Konjunktur mitspielen muss, wäre die neue VDN
heute eindeutig unterbewertet. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Anleger nunmehr
ein Konglomerat vorfinden, das in erster Linie durch profitables Wirtschaften überzeugen will. ...


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